DETEKTEI D. NUSS - VORHER/NACHHER-BILDVERGLEICH

Links das unbearbeitete Filmmaterial - Rechts das bearbeitete Bild der 2006er-Fassung.
Änderungen im ersten Bild:
-komplett neuer Hintergrund
-Radio hinten links ist jetzt ausgeschaltet
-Helligkeit
des Videos
-Schärfe: weicheres Bild
-Schwaze Balken oben u. unten
Änderungen im zweiten Bild:
-die Augen des Darstellers blicken nun nicht mehr in die Kamera
sondern sind nach vorne gerichtet
-Schärfe: Bild wurde geglättet
-Bild
wurde nach unten geschoben
-Schwarze Balken oben u. unten
Änderungen im dritten Bild:
-Bildfehler wurde entfernt
-Bild wurde nach oben geschoben
-Bild
wurde entfärbt
-Schärfe: weicheres Bild
-Schwarze Balken oben u. unten
2001 2006
Hier noch ein paar Infos zur Bearbeitung des Videomaterials:
Das analoge Videomaterial welches wir auf einer handelsüblichen VHS
"archiviert" haben, ist nun nach fast 5 Jahren in einem grauenvollen
Zustand. Mit der falschen Lagerung und vor allem durch die Überspielung
von der Video8-Kasette auf die qualitativ schlechtere VHS sind schon die
Hauptgründe genannt, die zur Verschlechterung des Materials führten.
Trotzdem
ist die Bild- und Tonqualität der 2006er-Version immer noch besser als die
der 2001er-Version. 2001 konnte der Film noch nicht digital bearbeitet werden, weil
uns dazu die nötige Technik fehlte. Lediglich eine analoge Videokamera und
einen Videorekorder hatten wir zur Verfügung - und damit lässt sich
nun wirklich kein Kurzfilm zusammenschneiden oder gar bearbeiten. Also musste noch ein zweiter Videorekorder
her. Damit ging natürlich alles einfacher. So haben wir dann das Video8-Material
auf VHS (1) überspielt, dieses Band diente uns als "Ausgangsband"
zum Zusammenschnitt.
Das Band wurde dann vor- bzw. zurückgespult
und die benötigten Teile mit dem zweiten Videorekorder auf eine andere VHS
(2) aufgenommen. So, der Film war geschnitten - weil uns aber das Material
zu schade war zum andauernden Anschauen (worunter die Qualität stark leidet) folgte
schließlich die Überspielung auf VHS Nummer 3. Diese Kasette wurde dann
mal hier mal da vorgespielt, aber aufgrund von 3! Überspielungen und andauerndem
Ansehen wurde das Material immer unansehnlicher. Der Film enthielt nicht
mal einen Vor- und einen Abspann. Musik war auch keine vorhanden. Naja,
wir konnten trotzdem darüber lachen.
Moderne Technik muss her!
Also musste ein Computer her - natürlich mit allem was dazugehört. Damit wollten wir den Film bearbeiten und auf eine VideoCD bannen. Leider wurde nichts daraus denn irgendwie verschwanden unsere Videokasetten und tauchten bis zum heutigen Tage nicht mehr auf. Also wurde das Originalmaterial der VHS (1) über die Grafikkarte des Computers überspielt - zugegeben, das ist nicht die beste Lösung aber wir hatten damals noch keine Ahnung. Dann landete der Film irgendwann mal auf einer VideoCD mit eingeblendeten Namen der Darsteller als Vorspann - und als Abspann erschien dann ein "Ende" auf dem Bildschirm. Die Qualität hatte uns nicht wirklich von den Socken gehauen - aber das war das Beste was unsere technischen Möglichkeiten hergaben. Dann kam eine Zeit in der die ersten DVD-Brenner bei uns erhältlich waren - zwar noch sehr teuer aber unser Film wäre uns auch ein Mehrfaches des Kaufpreises wert gewesen. Einen der ersten DVD-Brenner konnten wir dann kurz darauf unser eigen nennen. Langsame Schreibgeschwindigkeit und schlechte Schreibsoftware haben wir in Kauf genommen um unseren Film auf DVD zu bannen. Dann wurde nochmals auf den Computer überspielt - bearbeitet - gebrannt, aber das Ergebnis konnte uns nicht überzeugen. Also musste eine andere Lösung her - und die Lösung kam! Allerdings auch erst ein Jahr später. Die Lösung hieß Hardwarecapturing - also kauften wir uns ein Gerät, das analoges Videomaterial in Echtzeit als digitales Videomaterial auf dem Rechner abspeichert. Die Qualität war (mit dem ersten Überspielversuch verglichen) viel besser - doch die Videodateien die das Gerät auf dem Rechner speicherte waren alle schon komprimiert - somit durfte man auch nicht zu viel bearbeiten - denn mit jeder Bearbeitung und Umwandlung von komprimierten Videos verschlechtert sich die Qualität wieder. Da wir aber das bestmögliche Bild für unseren Film wollten, mussten wir unser Material als unkomprimiertes Video auf dem Computer überspielen. Wieder ein Jahr später kauften wir uns dann eine neue digitale Videokamera. Mit dieser wurde das Material zwar auch komprimiert aber nicht so stark wie es das Hardwarecapturing tat. So, dann haben wir den Videorekorder an die Kamera angeschlossen und die Kamera an den PC. Ein Knopfdruck und ein Mausklick und unser Video lag nun endlich in bestmöglicher Qualität auf einer unserer Festplatten.
Der nächste Schritt: Bildrestauration
Aber nun musste das Filmmaterial noch restauriert und geschnitten
werden. Wie auf den Beispielbildern oben zu sehen ist - kann man sich das
als sehr aufwendig vorstellen. Es mussten Bildfehler wie Flackern (siehe
unteres Bild) oder Farbrauschen (auch bei einem Schwarz-Weiß-Film) in tagelanger Arbeit
entfernt werden. Sicher gibt es dafür auch spezielle Programme die das ganz
von alleine machen - aber solche Programme arbeiten meistens nicht zufriedenstellend
und wenn ja dann sind sie leider sehr teuer. Als wir damit fertig waren
wurde in allen Szenen in der das Fenster zu sehen war ein neuer Hintergrund
gesetzt. Dazu mussten wir ersteinmal einen geeigneten Hintergrund finden.
Leider fanden wir nichts brauchbares und mussten deshalb zu einem computeranimierten
Hintergrund zurückgreifen. Die Erstellung eines solchen Bildes kann dann
schonmal mehrere Tage oder sogar Wochen dauern. Dann musste der Originalhintergrund
entfernt werden und durch den Computeranimierten ersetzt werden. Dazu brauchten
wir nochmal ungefähr 2 Wochen. Aber die Arbeit hat sich gelohnt - das Ergebnis
(siehe Bild ganz oben) ist wirklich gut geworden. Die nächsten Schritte
waren dann kleinere Bearbeitungen am Bild; das Radio im Hintergrund ist
jetzt ausgeschaltet, einige Gegenstände wurden aus dem Bild entfernt und andere
wiederum hinzugefügt. Ein großes Problem - welches wir leider erst zu spät
merkten - waren die Blicke der Darsteller in die Kamera. Naja, jeder macht
mal Fehler. So mussten wir jedes einzelne Bild einer solchen Sequenz wieder
von Hand bearbeiten. Dabei mussten wir sehr aufpassen - denn ein falscher
Mausklick und die Augen verlieren ihre Natürlichkeit oder unsere Darsteller
fangen zu schielen an. Für die Sequenz (siehe Bild oben in der Mitte) brauchten
wir ganze 8 Stunden um die Augen zu begradigen - wir meinen natürlich nicht
das Einzelbild sondern etwa eine Sekunde Filmaterial! Eine Sekunde Film
sind 25 Bilder die wir bearbeiten müssen - und ein Bild muss wie das nächste
aussehen und das ist garnicht so einfach wie es sich anhört. Es gibt in
dem Film zu Beispiel eine Sequenz von 8 Bildern - also etwa eine drittel
Sekunde - die sich aufgrund der Schwierigkeit der Bearbeitung einfach nicht
ändern ließ. Selbst tagelange Arbeit half dort nichts mehr, wir machten
es nur noch schlimmer. Also entschieden wir uns die Sequenz so zu lassen
und hoffen natürlich, dass dieser klitzekleine Fehler niemandem auffallen
wird - was es ist wird hier aber nicht verraten. Aber letztendlich haben
wir eine ganze Menge von Erfolgen in der Bearbeitung zu verzeichnen und
der Film
ist dadurch einfach noch besser geworden als die erste Version von 2001.
Es wird einen
Vorspann, einen Abspann und natürlich untermalende Musik geben. Ein paar
Geräusche werden natürlich auch noch hineingemischt - mit Betonung auf "werden".
Denn der Film ist zwar fertig geschnitten aber nun folgt noch die Tonbearbeitung
- und die wird auch einige Zeit in Anspruch nehmen. Schließlich wollen wir
keinen Film mit super Bild und verrauschtem und unverständlichem Ton - wir
wollen das Beste für unseren allerersten Film!